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Trinacria
Das uralte Symbol für eine der faszinierernsten Inseln Europas: Sizilien. Das Symbol besteht aus drei Beinen, die die Kontur von Sizilien ...mehr

Sizilien in Stichworten

Sizilien (italienisch Sicilia), größte Insel Italiens und des Mittelmeeres, die durch die Straße von Messina vom italienischen Festland getrennt ist. Die 25 426 Quadratkilometer große Insel bildet zusammen mit den angrenzenden kleineren Nebeninseln eine autonome Region Italiens. Die Region hat etwa 5,2 Millionen Einwohner.

Der größte Teil der Fläche Siziliens wird von einer Hochebene eingenommen, die sich auf 150 bis 580 Meter über dem Meeresspiegel erhebt. Im Norden befinden sich die Gebirge Nebrodi und Madonie, die einzigen deutlich abgesetzten Bergketten der Insel. Im Osten erhebt sich der aktive Vulkanberg Ätna (3 350 Meter über dem Meeresspiegel). Die tieferen Lagen der Berghänge sind vor allem von Orangen- und Olivenhainen und der größte Teil der Hochebene von Weizenfeldern bedeckt. Die fruchtbaren Ebenen von Catania am Südfuß des Ätna werden immer wieder von Erdbeben heimgesucht. In Messina und den benachbarten Dörfern kamen 1908 bei einem Beben mehr als 50 000 Menschen ums Leben.

Sizilien ist durch ein heißes, trockenes Klima im Sommer und milde Winter gekennzeichnet. Auch die Regenzeit im Spätherbst und Winter sowie der Schirokko, der von Nordafrika her über die Insel weht, tragen nur wenig zur Linderung der allgemeinen Trockenheit bei. Auf Gebirgshöhen und an Steilhängen wachsen vereinzelt Wacholder sowie Buchen und Eichen. Im tiefer gelegenen Flachland wird Weizen angebaut, daneben gedeihen dort Olivenbäume, Korkeichen, Pinien sowie Kastanien und Eichen. Abgesehen von einigen Geierarten sind nur wenige wild lebende Tiere auf Sizilien heimisch.

 

Quelle : http://www.sicilian.net/lexikon/

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Wirtschaft

Sizilien ist ein Hauptstandort für den Schwefelbergbau. Außerdem werden Stein- und Kalisalze gefördert. Auch ist die petrochemische Industrie für die Wirtschaft der Insel von Bedeutung. Ihre Produktionsstätten befinden sich überwiegend im Osten Siziliens, vor allem in Catania und Syrakus sowie in Ragusa und Gela. Die Landwirtschaft ist der dominierende Erwerbszweig der Sizilianer. Im Binnenraum überwiegt der extensive Anbau von Weizen. Daneben werden Reben, Zitrusfrüchte, Mandeln, Oliven und Bohnen angebaut. Vor der Küste Siziliens gibt es ausgedehnte Fischgründe (Thunfisch, Sardellen, Korallen und Krebstiere). Ein Viertel der Fischereiwirtschaft Italiens wird von Sizilien aus betrieben. Weitere Wirtschaftszweige sind die Produktion von Wein und Olivenöl, die Konservierung von Obst und Gemüse sowie die Herstellung von Citronensäure. In den größeren Städten werden Glaswaren, Metallwaren und Zündhölzer hergestellt. Sizilien exportiert Schwefel, Obst und Gemüse, Sumach, Salz, Wein, Öl und Fisch. Importgüter sind vor allem Getreide, Kohle und Eisen. Fast der gesamte Handel wird über die drei größten Häfen, Palermo (die Hauptstadt der Region Sizilien), Catania und Messina abgewickelt.

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Sehenswürdigkeiten

Aufgrund ihrer langen, wechselvollen Geschichte bietet die Insel eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten. Alle hier wirkenden Kulturen hinterließen eine Reihe von Zeugnissen. Kaum eine andere Region bietet auf ähnlich großem Raum eine derartige Fülle von architektonisch interessanten Bauten. Die Zentren von Palermo, Catania, Messina, Syrakus, Trapani und anderen Städten beherbergen neben Bauten aus griechischer und römischer Zeit auch Bauwerke aus der Normannenzeit sowie zahlreiche Beispiele moderner Architektur. Darüber hinaus sind auch viele Siedlungen aus der Antike in Resten erhalten.

Zu den bekanntesten archäologischen Sehenswürdigkeiten gehören die griechischen Ruinen von Agrigento im Süden der Insel. Die im so genannten Tal der Tempel freigelegten, aus dem 5. und 6. Jahrhundert v. Chr. stammenden dorischen Tempel zählen zu den besterhaltenen ihrer Zeit. Herausragend ist der Tempel des Zeus; dieses 480 v. Chr. errichtete, aber nie fertig gestellte Bauwerk wurde anlässlich des Triumphs der Griechen über die Karthager angelegt. Mit einer Länge von 113 Metern ist der Zeustempel die größte Halle des griechischen Altertums. Weitere Tempel sind anderen Gottheiten, wie etwa Hera und Concordia, geweiht.

Ein weiteres herausragendes Beispiel griechischer Architektur ist der Apollontempel von Selinunt, einer Stadt im Südwesten der Insel. Auf der vollständig von Mauern umgebenen Akropolis sind Reste dorischer und hellenistischer Tempel erhalten. Weitere Beispiele gut erhaltener Bauten aus griechischer Zeit finden sich in Segesta im Nordwesten von Sizilien. Zu den erhaltenen Sehenswürdigkeiten aus der Antike gehören ein hellenistisches Theater aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., das aus dem Felsen gehauen wurde, und ein unvollendeter Tempel aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. auf einem Höhenrücken im Westen der Stadt; er umfasst 36 Säulen und zählt zu den am besten erhaltenen dorischen Tempelbauten auf Sizilien. In der auf dem Monte Catlafano östlich von Palermo gelegenen, von Phönikiern gegründeten und später von Römern übernommenen Stadt Solunto sind die Ruinen eines Gymnasiums und eines Theaters erhalten

 

Quelle WWW.g26.ch

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Kochen auf Sizilien

 Dort wo die Natur grosszügig ist - wo Zitruspflanzen, Mandelbäume, Feigenkakteen blühen und wo Gemüse, Getreide und Früchte aller Art von aussergewöhnlicher Qualität sind - bietet Sizilien ein derart fantasiereiches und prunkvolles Repertoire an charakteristischen Speisen und Erzeugnissen, dass es mit keiner anderen Region vergleichbar ist. Man betrete nur eine pasticceria (Konditorei) in Catania oder Palermo! Die gastronomischen Stätten sind prächtige Bühnen. Beispielhaft dafür sind der Farbenreichtum und die strukturelle Vielschichtigkeit der cassata, dieser so verführerischen Speise, die in vergangenen Jahrhunderten gewisse Nonnen zur Vernachlässigung ihrer frommen Pflichten verleitete, um sich Ricotta und kandierten Früchten zu widmen. Man denke auch an das zutatenreiche Rezept für «falsumagru» (oder auch falsomagro), eine grosse, mit hartgekochten Eiern, Käse, Speck, Wurst und Schinken gefüllte Rolle; oder an die «caponata», die zur anfänglichen Vereinigung von kleinen Polypen, Sellerie und Auberginen in Tomatensosse die Zugabe von bottarga, Kapern, Schwertfisch in dünnen Scheiben, Langustenschwanz, Artischockenböden, Spargelspitzen und - für eine noch opulentere Version - der salsa di san Bernardo mit herber Schokolade, gerösteten Mandeln, Essig und Zucker und schliesslich die Verzierung mit in Scheiben geschnittenen hartgekochten Eiern, Garnelenschwänzen und gefüllten Oliven verlangt. An dieser Stelle wird deutlich, weshalb die sizilianische Küche Alphonse Daudet (1840-1897) wie eine Preisung des spanischen kulinarischen Barockstils erschien. Sizilien hat die Beiträge der Araber und der Spanier, sogar das Geschick der Geistlichen unterstrichen.

Das Erkennen der Ursprünge und das Rekonstruieren der weit zurückliegenden Wege ist heute nicht immer einfach. Wir wissen, dass die Agrumen, der Zucker und der Reis von den Arabern gebracht wurden, doch keine dieser Gaben hätte Sizilien das grosse Ansehen gebracht, wenn nicht die lokalen Köche und Konditoren diese Kochzutaten verwandelt hätten. Jede Kultur hat Sizilien ein paar Geschmacksnuancen vererbt: der salzige Ricotta, der Honig und die olive conciate gehen auf Grossgriechenland zurück, die Speisen macco und farinata di fave und die Zubereitungsweise der Sepien auf die Zeit des alten Rom. Das «cuscus» wurde von den Arabern gebracht, das «farsumagru» zur Zeit der Anjou entdeckt und der weitverbreitete Rückgriff auf Auberginen fällt zusammen mit der spanischen Herrschaft.

Vielerlei Geschmacke, Fülle, Triumphe, in denen sich die verschiedenen Einflüsse seit uralten Zeiten vermischen, sind doch sizilianische Rezepte bereits in dem Buch Libro de arte coquinaria (Buch der Kochkunst) von Maestro Martino (der um die Mitte des 15. Jh. in Rom lebte und arbeitete) vorhanden. Für die «Maccaroni siciliani» z. Bsp. liefert er ein genaues Rezept: «Man nehme schönstes Mehl und verknete es mit dem Weissen vom Ei und mit Rosenwasser oder auch gewöhnlichem Wasser. Und da man piattelli (Teiglagen) machen möchte, nehme man nicht mehr als ein oder zwei Eiweiss und man mache diesen Teig gut hart; danach mache man handtellerlange und strohhalmdünne Stäbchen. Und man nehme einen handtellerlangen oder auch längeren Eisendraht, der dünn wie eine Schnur ist, und man stecke ihn in das besagte Stäbchen und rolle es ein Mal mit beiden Händen über den Tisch; danach ziehe man das Eisen heraus und ziehe die in der Mitte gelöcherte Makkaroni zurück. Und diese Makkaroni müssen in der Sonne trocknen und sie halten zwei oder drei Jahre, besonders wenn man sie bei Vollmond im August macht; und man koche sie in Wasser oder in Fleischbrühe; und man gebe sie auf Teller mit reichlich geriebenem Käse, frischer Butter und süssen Gewürzen. Und dieselben Makkaroni wollen zwei Stunden in reichlich Wasser kochen».

Auch Cristoforo Messisbugo (der aus Flandern stammte und in den ersten Jahrzehnten des 16. Jh. am Hofe der Este als Haushofmeister - eine Art Butler, der auch für die Küche verantwortlich war - tätig war) liefert in seinem Werk Banchetti, composizioni di vivande ein Rezept, das - mit angemessenen Abänderungen - noch heute in der sizilianischen Küche vorhanden ist: «A fare dieci piatti di riso o farro alla siciliana» (Wie man zehn Gerichte mit Reis oder Zweikorn auf sizilianische Art zubereitet). «Servirai l'ordine di quelli dei tortelli d'uova del sopradetto, fino a che sera' imbandito nei piattelli; poi gli farai quattro o cinque poste per piattelli di sopravia, della grandezza d'un uovo, e gli metterai uno uovo per buco col chiaro e torlo. Poi gli darai il zuccaro e cannella di sopravia, nella medesima quantita' che si e' data nell'altra. Poi gli darai una calda col testo e li manderai in tavola; e invece delle uova, gli potrai mettere i torli d'uova duri di sopravia, e fara' quel medesimo effetto». Unter anderem werden Eier (auch hartgekochte Eigelb), Zucker, Zimt und andere Gewürze verwendet.

Auch der in Sizilien produzierte Wein ist seit der Antike geschätzt worden: Sante Lancerio, der im 16. Jh. lebte, hat dem sizilianischen Wein in einem an Kardinal Guido Ascanio Sforza gerichteten Brief über die Natur und die Qualität der Weine, den man als die Basis der italienischen önologischen Literatur bezeichnen kann, einen grossen Abschnitt gewidmet, in dem er schreibt wie folgt: «Er kommt von der so bezeichneten Insel. Es kommen mehrere Sorten davon und zwar aus mehreren Orten der besagten Insel, weisse und rote, doch im allgemeinen mehr weisse als rote. Die Weissweine haben eine wunderschöne Farbe und einen grossartigen Duft, aber sobald man ihnen Wasser zeigt, verlieren sie sogleich ihr Bukett und ihren Geruch, und jedes, wenn auch wenig, Wasser erschlägt sie. Es ist gut, den Roten im Herbst zu trinken und den Weissen bei grosser Hitze. Doch sie haben einen Nachteil: bei Hitze verköcheln sie und bei Kälte werden sie fehlerhaft und verändern sich in der Farbe; aber sie werden nicht nur stark, sondern kehren in frischen Zeiten wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurück. Von diesem Wein trank Seine Heiligkeit nur den roten, der etwas blass in der Farbe war, und so kamen in seiner Amtszeit nur wenige davon bis nach Ripa. Die aus Palermo sind viel besser als die aus anderen Orten der Insel, es sind also Familienweine».

Die Üppigkeit der sizilianischen Küche bezeugt uns in der zweiten Hälfte des 18. Jh. Francesco Leonardi in seinem berühmten Werk L'Apicio moderno, das wie eine regelrechte gastronomische Enzyklopädie gegliedert erscheint.

In dem Rezept für «Pollastri alla siciliana» (Hühnchen auf sizilianische Art) steht z. Bsp. der Reichtum der Zutaten der Sorgfalt bei der Zubereitung in nichts nach: «Man flämme und rupfe zwei oder drei schöne Hühnchen und man nehme sie aus; man entferne ihre Brustknochen und fülle sie mit rohem Bries-Ragout; man nähe sie zu, mache sie bratfertig mit den Pfoten im Körper unter den Schenkeln eingefügt, man lege sie in eine Kasserolle mit einer Zitronenscheibe ohne Schale auf der Brust, Speckscheiben darüber und darunter, einer Scheibe Schinken, einem Bund verschiedener Kräuter, zwei Schalotten, wenig Salz, gesundem Pfeffer, wenig Brühe, einem halben Glas Sciampagna-Wein oder anderem halb aufgebrauchtem Weisswein; man decke sie mit einem Bogen Papier ab, lasse sie mit dem Feuer darunter und darüber kochen. Wenn sie gar sind, lasse man sie abkühlen, man entferne das Küchengarn, gebe sie auf den Teller, garniere sie mit gefüllten Tomaten aus Sizilien und serviere dazu eine Sauce mit Tomaten-culi'».

Doch Leonardi berichtet uns auch von den frisole di Maiorca, einer Art wertvoller Bohnen, und zwar in dem folgenden Rezept, das sicher ein Überbleibsel der spanischen Herrschaft ist: «Cappone di galera alla siciliana» (so genannt, da ursprünglich an Bord der Galeeren angefertigt). «Man tunke ein wenig frische neue frisole di Maiorca in Malaga-Wein, ordne sie auf dem Servierteller an, mache darauf eine schöne Dekoration mit Filets von Sardellen und von gut entsalzter tarantello (= eine Art Salami, die aus dem Bauchfleisch vom Thunfisch gemacht wird), Kapern, Gürkchen, entkernten Oliven, Garnelen und frittierten Zwergkalmaren, in ihrem Wasser geweissten Austern und ein paar Filets von frittierter Flunder oder Seezunge, so dass der Teller gut garniert und voll ist. Im Augenblick des Servierens giesse man eine Sauce darüber, die zubereitet wurde wie folgt: Man zerstosse zwei Unzen schöne grüne und geschälte Pistazien ziemlich fein, verrühre sie danach mit feinem Öl, Estragonessig oder anderem Essig, Salz, zerstossenem Pfeffer, und streiche sie durch ein Sieb».

Die sizilianische Küche ist also in vieler Hinsicht führend. Wahrscheinlich ist sie die älteste Italiens, vielleicht auch die mit den meisten Spezialitäten, auf jeden Fall jedoch die spektakulärste. Sogar das italienischste Gericht überhaupt, die heissgeliebte pastasciutta, hatte seine Wiege auf der Insel der Sonne, und zwar zur Zeit der arabischen Herrschaft. Der älteste Name lautete maccarunne, abgeleitet von maccare, d.h. zerdrücken (den Weizen natürlich), um zu Teig zu kneten.

Unabhängig von den Einflüssen der Gebräuche der verschiedenen europäischen Höfe auf diese Küche weist dieselbe eine Bedeutung auf, die auf uralte Zeiten zurückgeht, genauer gesagt auf die Zeit der edlen Kultur Grossgriechenlands, die in Sizilien ungefähr vier Jahrhunderte vor Christus blühte. Bereits damals legte man grossen Wert auf die Küche: der aus Syrakus oder Gela stammende Koch Trimalcione wurde so berühmt für seine Geschicklichkeit und seinen Erfindungsgeist, dass man sich in der gesamten griechischen Welt um ihn stritt. Ein gewisser Miteco aus Syrakus schrieb die Abhandlung Il cuoco siciliano (Der sizilianische Koch), die die gegenwärtige Explosion an Kochbüchern um 2000 Jahre vorwegnimmt, und ein gewisser Laoduco schliesslich, auch er Sizilianer, eröffnete eine Art Hotelfachschule gegen Bezahlung. Die Küche entsteht in Sizilien folglich wie eine regelrechte Kunst und bleibt es auch während der ganzen langen und mühseligen Geschichte dieser Insel.

Einen Rekord hat die Kochkunst dieses Landes sicherlich in Bezug auf die äusserst verschiedenartigen Einflüsse inne, die sich auf der sizilianischen Gastronomie nach und nach überlagerten: Griechen, Römer, Araber, Normannen, die Anjou, die Aragonier, Spanier, Engländer … Völker aus den entferntesten Gegenden versammelten sich auf der Insel der Sonne und der Zitronen und sie brachten zusammen mit Besitzgier und Eroberungsplänen auch Bräuche und Zutaten, die sich in die lokalen Traditionen einfügten und ohne Schwierigkeiten mit ihnen verschmolzen.

Als typisch mediterrane Küche sind ihre Hauptnahrungsmittel Öl, Nudeln, Fisch, Obst, Gemüse, Gewürzkräuter. Doch zu dieser buntgemischten und duftenden Grundlage, die mit der aller süditalienischen Küchen identisch ist, kommen Widerhalle, Geschmacke und neue Düfte verschiedener Herkunft, die für den kontinentalen Gaumen fast unerhört erscheinen und die eben der Geschichte entstammen.

Die Palette an Gerichten und Kreationen ist aussergewöhnlich reich und besonders offensichtlich in den Familien, sowohl in denen aus bescheidenen Verhältnissen als auch in den aristokratischen.

Wenn man sich die schwierige Vergangenheit Siziliens und die verschiedenen Perioden der Fremdherrschaft, die die Insel erfuhr, vorüberziehen lässt, findet man - eines nach dem anderen - die Steinchen dieses vielfarbigen und naschhaften Mosaiks, das sein heutiges gastronomisches Erbe darstellt. Von Grossgriechenland bleiben der Geschmack der Oliven, des salzigen Ricottas, des Blütenhonigs, vom Fisch, des homerischen Lamms vom Grill und vor allem des Weins unberührt erhalten. Auf die Römerzeit gehen dagegen Gerichte zurück wie die gefüllten Sepien, die im Ofen gebackenen Zwiebeln und das «maccu», ein Püree aus Saubohnen, die in mit Gewürzkräutern aromatisiertem Wasser gekocht wurden, das mit rohem Öl angemacht und mit Brot oder Nudeln gegessen wird. Dieses einfache Gericht findet man heute fast nur noch im Inselinneren: dort war es jahrhundertelang die häufigste Speise der Bauern und der zolfatari (Arbeiter in den Schwefelminen), die sie in der quartara oder in einer Tonamphore mit auf die Felder oder in die Minen mitnahmen.

Der arabischen Herrschaft sind dagegen Gerichte mit deutlicher orientalischer Prägung zuzuschreiben: das «cuscusu» (die einfachste und primitivste Form von Teig zum Essen, die man kennt: winzige Kugeln aus Mehl und Griess, die man in der Sonne trocknen lässt und aufbewahrt), mit dem man die berühmte Fischsuppe aus dem Trapanese zubereitet; die «cassata», die sicherlich klassischste Süssspeise der fantastischen Süsswarenherstellung der Insel; die «cubbaita», ein Honig-Torrone mit Sesamsamen und Mandeln; und der eisige Nektar, den die Araber sciarba't nannten und der den vom Ätna geholten Schnee mit duftenden Essenzen von Zitrusfrüchten, Obst und Blüten vereinte: daraus entstand das «sorbetto», dem die sizilianischen Eishersteller zu Weltruhm verhalfen. In der arabischen Periode nahm Sizilien noch mehr das Aussehen einer glücklichen Insel an, duftend und üppig wie ein Garten. Neue Anbaukulturen (Reis, Zitrusfrüchte, Zuckerrohr, Anis, usw.), neue Importwaren (Gewürze und Drogen), neue Anlagen (die Grossfanganlagen für Thunfische z. Bsp.): im allgemeinen Eifer wurde auch die Tafel feiner und ausgearbeiteter.

Auf die Zeit der Herrschaft der Anjou und der Aragonier geht das beliebte «farsumagru» zurück, das zuerst rollo' hiess (vom französischen roule') und das die unbestrittene Hoheit der sizilianischen Fleischgerichte ist: eine reichhaltige Kalbsroulade, die eine Füllung aus allem, was das Herz begehrt, einschliesst. Widerhalle französischer Bräuche finden sich in populären Gerichten, die den Namen mit einer gewissen Ironie nachäffen, z. Bsp. das Gericht «pasta cacata» (Nudeln mit frischem Ricotta und einem sehr dickflüssigen Ragout). Letzterem steht irgendwie das einfache Gericht pasta e ricotta (Nudeln mit Ricotta) gegenüber, ein Beweis dafür, wie gut es der sizilianischen Küche dank der aussergewöhnlichen Qualität der Rohstoffe gelingt, auf einfachste Weise ein wunderbares Gericht zu zaubern. Das Rezept entstammt der volkstümlichen Tradition, die stets auf einfachsten Kombinationen basiert, und es erinnert irgendwie an das aus dem Latium stammende Rezept der bucatini «cacio e pepe». In diesem Fall handelt es sich um kurze Nudeln in der Form von Fingerhüten oder kleinen Muscheln. Der Ricotta muss ganz frisch sein und muss in einer Tasse mit ein wenig Kochwasser der Nudeln aufgelöst werden. Zum Schluss werden Nudeln und Sosse vereint und mit etwas geriebenem Pecorino abgerundet. Französischen Ursprungs ist auch die «ancidda brudacchiata» (die Übersetzung von «anguilla in brouet»): Aal wird mit Pfeffer, Ingwer, Zimt, Gewürznelken und in Wein aufgelöstem Safran gekocht.

Nun kommen wir zu dem langen Zeitraum der spanischen Herrschaft in Sizilien: die Epoche der Vizekönige. Nach der Rückkehr der spanischen Conquistadores aus Amerika verbreitete sich in Europa die Tomate, die in Süditalien und folglich auch in Sizilien einen Riesenerfolg hatte und einen idealen Boden fand. Wenige Jahre später kam der grosse Augenblick einer anderen Hauptdarstellerin der südlichen Küche: die Aubergine, auch sie südamerikanischen Ursprungs. Mit diesen beiden Gemüsesorten zauberte man Gerichte wie die «caponata» aus Gemüse, noch heute eine der charakteristischsten und häufigsten Speisen der Insel. In derselben Zeit entstand das Pan di Spagna, eine Art Buiskuit und Grundlage vieler Süssspeisen, und ausserdem verbreitete sich die Schokolade.

Das berühmteste Kapitel der sizilianischen Küche ist das der Barone. In den prächtigen Wohnsitzen der Gattopardos des 18. und 19. Jh. erreichte die Tafel aussergewöhnliche Opulenz und Pracht.

Das Volk hatte nichts mehr, um seinen Hunger zu stillen, doch die Barone und die hohen Prälaten stritten sich um die geschicktesten monzu' (d.h. Küchenmeister, vom französischen monsieur abgeleitet), die sie in ihre Dienste nahmen, um stets eine Tafel voller spektakulärer Einfälle zu haben.

Berühmt geworden ist die Beschreibung des Engländers Patrick Brydone von einem Essen, das im Juni 1770 vom Adel von Agrigento dem eigenen Bischof angeboten wurde. «Bei Tisch waren wir genau dreissig, doch, bei meinem Wort, ich glaube nicht, dass die Gerichte weniger als hundert waren. Sie waren alle garniert mit den köstlichsten und feinsten Saucen … Es fehlte nichts, was den Gaumen anregen und kitzeln kann …». Unter den Gängen, die den englischen Reisenden am meisten beeindruckten, befanden sich Muränen und übermässig vergrösserte Hühnerleber. Irgendwann während des Banketts fand ein interessanter önologisch-gastronomischer Gedankenaustausch statt, da die eingeladenen Briten gebeten wurden, einen Punsch zuzubereiten, ein Getränk, von dem man in Sizilien gehört hatte, das aber noch keiner gekostet hatte. Er wurde entusiastisch aufgenommen, doch das unglaubliche Essen hatte noch weitere Überraschungen auf Lager. Beim Dessert, so fährt der angelsächsische Chronist fort, «bot einer der Diener dem Kapitän das Scheinbild eines schönen Pfirsichs an und dieser, unvorbereitet auf jedweden Trug, zweifelte nicht im geringsten daran, dass es sich um eine echte Frucht handelte. Nachdem er ihn halbiert hatte, steckte er sich sofort eine grosse Hälfte in den Mund … aber sogleich gewann die heftige Kälte die Oberhand und er begann mit tränenden Augen den Pfirsich von einer Seite zur anderen im Mund hin und her zu rollen; schliesslich, als er nicht mehr konnte, spuckte er ihn auf den Teller und fluchte dabei: Eine bemalter Schneeball, Herrgott noch mal!».

Die köstliche Beschreibung von Brydone ist ein historisches Zeugnis einer Kunst - die der Süsswarenherstellung, insbesondere die der Eisherstellung - die nicht verlorengegangen ist. Man braucht nur in die wichtigsten Eisdielen von Palermo, Catania oder Messina zu treten, um zu verstehen, dass das Eis eine jahrhundertealte Tradition ist. Bei der leuchtenden Ausstellung von «spumoni», «spongati», «granite», «geli», «pezzi duri» und Sorbets trifft man auf alle möglichen vorstellbaren Geschmacke, darunter auf das Eis vom Feigenkatus, der Symbolfrucht Siziliens, und auf das Eis vom Jasmin oder auch «scursunera», in das man unwiderstehlich zusammen mit der Zunge auch die Nase eintauchen möchte. Aussergewöhnlich ist auch das «gelu di meluni»: ein Wassermeloneneis mit kleinen Bitterschokoladestückchen im schaumigen und roten Fruchtfleisch der Wassermelone, die perfekt die Kerne der Frucht imitieren.

Die Kunst der Darstellung, die präzise Suche nach Wahrscheinlichkeit, die perfekte Geschicklichkeit bei der Imitation sind typisch sizilianische Eigenschaften und sie drücken sich am meisten aus in den berühmten Früchten aus «pasta reale», auch «frutti della Martorana» genannt, vom Namen des palermitanischen Konvents, der in alten Zeiten das Monopol dieser Zubereitung besass. Die Grundlage dieser vorzüglichen Süssspeisen ist Rohmarzipan, dessen weiche Konsistenz, formbar wie Ton, das Modellieren jedweder Form gestattet: mit Vorliebe werden Früchte geformt, die, angemessen gefärbt, regelrecht die Natur herausfordern und wunderschöne Stilleben bilden. Andere traditionelle Themen sind Osterlämmchen, Fische und im Allgemeinen religiöse Symbole.

Die sizilianischen Süssspeisen sind die farbenprächtigsten und gehaltvollsten der Welt. Das überaus reichhaltige Süsswaren-Repertoire der Insel ist eine Quelle für Entdeckungen und Wunder: eine sehr zu empfehlende Erfahrung auf einer Sizilienreise ist das andar per dolci (Süssigkeiten suchen) in den Klöstern. Diese alten religiösen Institute sind seit Jahrhunderten Orte des Gebets, aber auch Orte der Gaumenfreuden: die Nonnen stellen noch heute nach mehr oder weniger geheimen Rezepten Köstlichkeiten aus Marzipan, Pistazien, Honig, Mandeln, Zitronat und Ricotta her. Diese «mostaccioli», «cannoli», «conchiglie» und tückischen «minni (d.h. Brüste) di vergini (von Jungfrauen)» erwirbt man durch ein Gitter und man nimmt sie auf der ruota, ohne der Schwester, die sie dem Käufer reicht, dabei ins Gesicht zu sehen.

Und da wir nun einmal in Entdeckerlaune sind, kann uns ein Besuch auf der berühmten Vucciria, dem Markt von Palermo, auf die direkteste Art und Weise dem Geist der sizilianischen Küche und dem Charakter von Sizilien selbst annähern. Alles wird mit aussergewöhnlichem Farbgefühl und einem erstaunlichen szenografischen Geschmack ausgestellt. Auf dem Stand des Gemüsehändlers wechseln sich Trophäen aus fleischigen - gelben, roten und grünen - Paprikaschoten mit einer Fülle von Auberginen ab, die farblich von Violett bis zu einem leicht bläulichen Weiss variieren. Unglaubliche Varietäten an Brokkoli, Zucchini, Artischocken, Salatsorten bilden triumphale Kompositionen. So lässt einen die Ausstellung des Obstes, sowohl frisch als auch getrocknet, durch ihren Reichtum und ihre Vielfalt einfach sprachlos werden, während der Fischverkäufer zum Bewundern seiner tropfenden und duftenden Ware einlädt: grosse Stücke vom Schwertfisch und vom Thunfisch mit rosafarbenem Fleisch kontrastreich neben silberblauen Sardinen und wässrig weissen neugeborenen Sardinen und Sardellen.

Mit diesen wundervollen Rohstoffen kocht man ebenso spektakuläre Gerichte. In diesen sind Düfte, Farben, Hervorhebungen und Lichtreflexe essentielle Elemente, Übermass und Überfluss instinktive Notwendigkeiten und der Gefallen an der Dekoration sehr stark.

Auch das einfachste Nudelgericht wird zu etwas Besonderem: die «pasta con le sarde» (Nudeln mit Sardellen) z. Bsp. ist vielleicht das bekannteste sizilianische Gericht, bei dem grosse Makkaroni mit einem Ragout aus Sardellen, die gewagterweise mit wildem Fenchel, Rosinen, Pinienkernen und Safran kombiniert werden, angemacht werden. Dieses aussergewöhnliche Zusammentreffen von Geschmacken und Aromen serviert man bedeckt mit ganzen Sardellen. Noch bunter sind die Nudeln mit einer Sosse aus Tomaten und Basilikum, auf die sternförmig frittierte Auberginen gelegt werden, die aussehen wie Vögel mit ausgebreiteten Flügeln (in der Tat nennt man sie in Palermo Wachteln), die bereit sind, um loszufliegen.

Angemacht auf die verschiedensten Arten und Weisen sind die Nudeln auf den Tafeln der Insel eine Pflicht, mittags und abends. Reis erscheint nur in einer anderen spektakulären Zubereitung, den arancini, die sich in ihrer Form und in ihrem Namen an den Orangen orientieren und die eine überaus glückliche Synthese verschiedener Einflüsse sind: arabische aufgrund der Zutaten Reis und Safran, französische aufgrund des Ragouts, spanische aufgrund der Tomate, und griechische aufgrund der Käsesorte canestrato fresco, der den innersten Teil des goldbraun frittierten arancino darstellt. Dieses Produkt aus der Insel-Rostbraterei findet man überall und es ist nicht sehr schwierig nachzumachen, auch wenn es sehr viel Zeit in der Küche erfordert.

In der unendlichen Reihe anderer Spezialitäten treten jene auf der Grundlage von Fisch hervor, ausgezeichnet vor allem durch die Qualität der Fische aus den drei Meeren, die die Insel umspülen. Unter den exklusiven Rezepten ragen die «sarde a beccafico» hervor, die in Palermo, Catania und Messina in drei verschiedenen Versionen hergestellt werden und der Triumph des agrodolce (Süsssauren) sind. Die Einwohner Messinas sind Meister in der Zubereitung von Schwertfisch und die von Trapani in der Zubereitung von Thunfisch, der in Öl und auch in Salz (dann heisst er bottarga) eingelegt zubereitet wird. Die Fleischgerichte beruhen fast immer auf Hackfleisch. Die geringe Verfügbarkeit von Rindfleisch und seine nicht sehr überragende Qualität empfahl erfinderische Zubereitungen wie Frikadellen oder mariniertes Fleisch. Ausgezeichnet ist dagegen das Schweinfleisch mit Würsten jeder Art. Doch der Höhepunkt der Tafel sind die bereits erwähnten Gemüsesorten, stets köstlich, ob angebaut oder wild wachsend. Eine absolute Besonderheit sind die wild wachsenden kleinen Artischocken, die man gewöhnlich gekocht isst; man findet sie spontan wachsend nur in Sizilien und sie sind auch im Geschmack wirklich aussergewöhnlich.

Abschliessend eine Anmerkung: charakteristisch für die sizilianische Küche ist die Tatsache, dass das gleiche Gericht in einer reichhaltigeren Version und in einer bescheideneren Version zubereitet werden kann. Man geht also von einer einfachen Grundlage aus, die dann - je nach Verfügbarkeit - mit ergänzenden Zutaten und Geschmacken angereichert wird. Ein typisches Beispiel ist die bereits zitierte «caponata», die drei verschiedene Zubereitungsstadien aufweist. Am Anfang steht ein Salat aus kleinen Kraken, Sellerie, Auberginen und Tomatensosse in Süsssauer. Doch man kann Kapern, Oliven, bottarga, Schwertfisch, Languste, Artischocken und Spargelspitzen hinzufügen. Und wenn man es noch etwas opulenter schätzt, bedeckt man das Ganze mit einer San Bernardo-Sauce (so genannt nach dem Kloster von Catania, wo die Mönche sich ungewöhnlichen Vergnügungen und Lastern hingaben aufgrund zu grossem Reichtums und Naschhaftigkeit) auf der Grundlage von Bitterschokolade, gerösteten Mandeln und Zucker: zum Abschluss eine Dekoration aus hartgekochten Eiern, Garnelenschwänzen und gefüllten Oliven. Dieses barocke Gericht ist reich an übereinandergelegten Geschmacken, typisch für eine überschwängliche Küche und entschieden ungeeignet für jedwede Diät. Dafür ist es ein Triumph für Feinschmecker und jeden, der richtigerweise der Meinung ist, dass das Auge mitisst: hier begeistert sich das Auge noch vor dem Gaumen.

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Kulinarisches Sizilien

Die Küche Siziliens is kräftig und bodenständig, geprägt von den regionalen Produkten. Zu den Spezialitäten Palermos gehören die «Pasta con le Sarde», Teigwaren mit Sardellensauce; Messina is für seine Zubereitungen von Stock und Schwertfisch berühmt; in Trapani herrscht Thunfisch vor, und Catania ehrt Bellini mit «Spaghetti alla Norma»: Spaghetti mit würziger Tomatensauce und ausgebackenen Auberginenscheiben, bestreut mit geriebenem Schafskäse.

Überall verbreitet ist «Caponata», eine Vorspeise aus gebratenen Auberginenstücken in einer reichen Gemüsesauce: entlang der Küste und auf den Inseln werden stets fangfrische Fische und Meeresfrüchte in den klassischen italienischen Zubereitungsarten angeboten. Farsumagru ist ein gerollter Kalbs- oder Rinderbraten, der mit einer Masse aus Käse, Wurst, Fleisch und Eiern gefüllt ist.

Ein beliebter Imbiss sind die «Arancini», kleine ausgebackene Bällchen, deren Teig aus Reis mit Erbsen, Eiern und Käse besteht. Der frühe Einfluss fremder Völker ist bei manchen Gerichten noch erkennbar. So ist beispielsweise in der Gegend von Trapani Couscous verbreitet, das hier im Gegensatz zu Afrika ausschliesslich mit Fisch zubereitet wird.

Die Liebe der Sizilianer zu den Süssspeisen stammt wohl von den Sarazenen. Die berühmtesten Leckereien der Insel sind Cannoli, mit Ricotta (Quark) und kandierten Früchten gefüllte Teigröllchen, und Cassata eine Schichttorte aus den gleicher Zutaten und Bisquit. Inzwischen wird aber auch eine Eistorte als Cassata angeboten. Überhaupt ist Eis eine sizilianische Erfindung. Angeblich schleckten die Insulaner schon im 6. Jahrhundert ihr Gelato. Eine Kaloriensünde wert sind auch Frutti di Martorana, Früchte aus bemaltem Mandel-(Marzipan-) Teig

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Sizilien

Möchten Sie Griechenland kennenlernen? Dann fahren Sie einfach nach Sizilien. Das ist natürlich ein Paradox, aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Die griechischen Städte Siziliens (Agrigent, Selinunte, Segesta, Syrakus, um nur die wichtigsten zu nennen) gehörten zu den schönsten Städten der hellenischen Welt. Wer heute das Tal der Tempel in Agrigento besucht oder im Sommer an einer Veranstaltung im Griechischen Theater von Syrakus teilnimmt, wird sich in die altgriechische Vergangenheit zurückversetzt fühlen. Das gilt in Sizilien auch für viele andere Epochen und Kulturen, von der spanischen bis zur französischen.

Eine Ausnahme bildet die arabische Herrschaft, die nur wenige greifbare Zeugnisse hinterlassen hat. Sizilien ist ein Geschichts- und Kunstgeschichtsbuch zugleich, ein Kompendium der grössten Kulturen aller Epochen. Eine sonnenerfüllte Insel mit einer kontrastreichen Natur, einer herrlichen Küste, einer feinen, schmackhaften, mit köstlichen Aromen verfeinerten Küche, die auf einer alten Mittelmeertraditionen beruht, und einer intellektuellen Feinheit, die in den literarischen Meisterwerken von Luigi Pirandello, Giuseppe Tomasi di Lampedusa, Leonardo Sciascia, Gesualdo Bufalino und Andrea Camilleri so gut zum Vorschein kommt.

Jeder Stil, jede Kunstrichtung sind in Sizilien vertreten: In den Städten Palermo, Catania, Caltanissetta, Enna, Syrakus, Ragusa, Trapani, Agrigent, Messina, ebenso wie in den kleineren Orten wie Cefalù mit der herrlichen normannischen Kathedrale, Noto mit der heute zum Teil zerstörten barocken Kathedrale oder Taormina mit dem herrlichen griechisch-römischen Theater.

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Geschichte

Um die Traditionen - auch die kulinarischen - dieses Landes eingehend zu verstehen, ist es mehr als bei jeder anderen italienischen Region notwendig, seine komplexe Geschichte kennenzulernen, die es zum Schauplatz einiger und vielerlei Beherrschungen gemacht hat.

In der griechischen Antike hatte Sizilien trotz der dort bis zum 3. Jh. v. Chr. von Syrakus ausgeübten Vorherrschaft keine einheitliche Geschichte. Im 3. Jh. n. Chr. war es Schauplatz von Einfällen und Fremdherrschaften, es wurde von einer Horde Franken überrannt und im 5. Jh. siedelten sich Vandalen an der Westküste an. Im Jahre 535 eroberten die Byzantiner die Insel endlich zurück, und zwar mit einer von Justinian gesandten und von Belisarius geführten Spedition: so wurde Sizilien byzantinische Provinz mit der Hauptstadt Syrakus, regiert von einem Strategen. Der Einfluss von Byzanz war stark, doch nicht wohltuend für die sizilianische Wirtschaft, obwohl im Jahre 663 n. Chr. die Hauptstadt des byzantinischen Reichs nach Syrakus verlegt wurde: Kaiser Konstantin IV. träumte davon, die Hauptstadt des Reichs wiederzubringen, doch es blieb nur ein Traum. Dagegen wurde Sizilien nach verschiedenen Geschicken gegen Ende des 9. Jh. vollständig von den Arabern unterworfen und von der Dynastie der Emire Kalbiti regiert.

Es handelte sich um die Zeit des grössten Glanzes für das arabische Sizilien. Der Fall der Kalbiti zerbrach die Einheit der Insel, die nun zwischen verschiedenen örtlichen Gutsherren aufgeteilt wurde. Der Emir von Catania, der einen Krieg mit dem Emir von Girgenti begonnen hatte, rief im Jahre 1061 die Normannen zu Hilfe, die sich damals gerade in Messina niedergelassen hatten; und diese vollbrachten in einem Zeitraum von dreissig Jahren die christliche Eroberung der Insel, wobei sie den damals sehr zähen - wie in Syrakus z. Bsp. - Widerstand der Muslime zähmten. In den zweieinhalb Jahrhunderten der direkten arabischen Herrschaft erfreute sich Sizilien aufgrund des intensivierten und erneuerten Anbaus und der Neuverteilung des Bodenbesitzes grosser wirtschaftlicher Blüte; auf zivilem und kulturellem Gebiet gehörte es dabei der mittelalterlichen arabisch-muslimischen Kultur an, der sie Dichter, Philologen und Rechtsgelehrten schenkte, ein beträchtlicher Beitrag.

Die Eroberung der Insel seitens der Normannen kann im Jahre 1091 als abgeschlossen betrachtet werden; Roger nimmt den Titel «Gran Conte di Sicilia e di Calabria» (Grossgraf von Sizilien und Kalabrien) an und verfolgt eine intelligente Politik der Toleranz gegenüber den Besiegten, der erneuten Latinisierung des ethnischen Elements und der Verstärkung der eigenen Autorität auf den zum ersten Mal auf der Insel eingeführten Feudalismus. Diese Politik setzt sich unter seinem Sohn Roger II. (1113-1154) fort, der nach der Vereinigung der normannischen Festlandbesitze mit Sizilien und der Annahme des Titels König von Sizilien und Apulien (1130) das Reich zu grossem Glanz führt. Die sizilianische Macht, während der kritischen Periode unter Wilhelm I. (1154-66) von den barbarischen Verschwörungen und den unbarmherzigen Unterdrückungen verdunkelt, wird von Wilhelm II. (1172-89) wiederhergestellt und dauert auch nach dem Übergang der Krone Siziliens an Heinrich (der spätere Heinrich VI.) aus dem Hause Hohenstaufen - durch seine Hochzeit mit Konstanze, der letzten normannischen Erbin - an.

Grosse Bedeutung für die sizilianische Kultur (und nicht nur auf diese) hat Sohn Friedrich II. von Hohenstaufen, der eine Politik mit europäischer und kaiserlicher Reichweite verfolgte und dabei die Künste und die Wissenschaften (man denke nur an die «Sizilianische Schule») schützte und auch nicht das mediterrane Programm der Normannen vergass.

Doch nach dem Tod von Friedrich II. (1250) begann eine grosse Krise für Sizilien mit einer daraus folgenden Verschiebung der politischen Achse auf den Kontinent (Verlegung der Hauptstadt nach Neapel). Verschiedene Geschicke führten Sizilien zum Verlust jeglicher Autonomie und ausserdem dazu, dass die Insel zunächst (im Jahre 1412) eng mit der Krone von Aragonien und später mit der Krone Spaniens verbunden wurde.

Unter Alfons I., genannt der Grossherzige, der im Jahre 1434 die Universität von Catania gründet und 1442, nach seinem Eintreffen in Neapel, das Königreich von Sizilien citra et ultra Pharum (das sich jedoch bei seinem Tode auflöste) zum Leben erweckt, bewahrt die Insel zwar ihren ererbten Glanz, doch unter der spanischen Herrschaft erlebt sie die Einführung des Inquisitionsgerichtes, die Vertreibung der Juden, die Herabwürdigung der Privilegien des sizilianischen Parlaments, eine starke Steuerverschärfung und eine starke Zersetzung der Inselkonstitution (Hispanismus). Es muss jedoch angemerkt werden, dass unter Philipp II. das Brigantentum und die Widerspenstigkeit der Barone unterdrückt wurde. Weniger positiv fällt das für das 17. Jh. zu fällende Urteil aus: häufige Aufstände aus Hunger (bemerkenswert ist der von Alessi im Jahre 1647 in Palermo angeführte), unaufhörliche antispanische und zuweilen auch republikanische Verschwörungen und der unter dem Schutz des französischen Königs Ludwig XIV. erfolgte Aufstand von Messina (1674) lassen viel Blut fliessen. In den Wirbeln der Erbfolgekriege in der ersten Hälfte des 18. Jh. wurde Sizilien erst savoyischer Besitz unter Viktor Amadeus II. (1712-18) und danach österreichischer Besitz (1718-34), bis es schliesslich - nach der Eroberung durch Karl von Bourbon - bis zum Jahre 1860 gemeinsam mit Neapel ein Reich unter den Bourbonen bildete, welche einen Vizekönig in Palermo hielten.

Überaus bemerkenswert ist das Vizekönigreich von Caracciolo (1781-86), und zwar aufgrund der Abschaffung der Inquisition und aufgrund der Reformen, die sich gegen die Barone richteten, von seinem Nachfolger jedoch nicht fortgesetzt wurden. Als Sitz des Hofes der Bourbonen während der stürmischen französischen und napoleonischen Zeit (1799-1802; 1806-15) liess sich Sizilien - das zwar der napoleonischen Vorherrschaft feindlich gesinnt war, nicht aber der Dynastie - mit der Unterstützung von Lord Bentick die Verfassung (1812) zugestehen. Diese war nach englischem Vorbild gestaltet und ein Ausdruck der Feudalaristokratie. Doch die Abschaffung dieser Verfassung bei der Restauration und die vollständige Eingliederung Siziliens in das sogenannte ”Königreich der Zwei Sizilien” (Dekret vom 8. Dezember 1816) verwandelten den Wunsch nach Privilegien in einen hartnäckigen Separatismus, der das beherrschende Merkmal der sizilianischen Geschichte ab den Unruhen des Jahres 1820 bis zum Aufstand des Jahres 1837 und bis zur Revolte des Jahres 1848 sind. Im Januar 1848 loderte von Palermo ausgehend in ganz Sizilien der Aufstand wieder auf und zwang die bourbonischen Truppen in kurzer Zeit zum Verlassen der Insel. Am 25. März erklärte das Parlament den Fall der bourbonischen Dynastie und es übertrug die Herrschaft Roger dem Siebten.

In der Folgezeit beschloss es die Vereinigung des Königreiches mit dem Italienischen Bund und es bot dem Herzog von Genua, Sohn von Karl Albert, die Krone an. Erst mit dem Scheitern von 1849 und dem Zerstreuen der politischen Elite der Insel in den italienischen Staaten fällt diese Autonomievorbedingung. Und durch den ”Zug der Tausend” wird Sizilien zu einem integrierenden Bestandteil des Königreichs Italien (1860), dessem jungen Leben es die Zusteuerung bedeutender politischer Männer schenkt, aber dazu auch eine Belastung durch grosse politische und soziale Probleme.

Zu diesen Schwierigkeiten haben die rückständischen wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Insel nicht wenig beigetragen.

Die sizilianischen separatistischen Bestrebungen - stets verschärft durch die historischen Geschicke zu allen Zeiten - sind nach den traurigen Ereignissen, die Sizilien am Ende des Zweiten Weltkriegs betroffen haben, mit der Bildung der autonomen Region Sizilien befriedigt worden.

In keiner anderen italienischen Region sind die Wirklichkeit, die Traditionen und die Kultur derart ein Ergebnis von Erinnerungen und von Stolz, die der langen Geschichte dieser ewig überfallenen Insel entsprungen sind; einer Insel, die dazu gezwungen war, sich mit der Kultur, der Sprache und den Bräuchen der Eroberer auseinanderzusetzen und die es stets verstand, die von aussen eingedrungenen Einflüsse zu assimilieren, neu auszuarbeiten und an das eigene Mass anzupassen. Das Leben der Sizilianer, ihr Dialekt, ihre Sitten und ihre Ernährung sind das Ergebnis tausendjähriger Begegnungen

Autor: Renate Hirschberger, Dipl.-Geol. lebt als freie Autorin für Geowissenschaften, Kartographie und Touristik in Warmisried.
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Geographie

Sizilien ist die grösste Insel des Mittelmeers: mit den Nebeninseln (Äolische Inseln, Ägadische Inseln, Pantelleria) erstreckt es sich auf einer Fläche von 25.707 km². Darüber hinaus hat Sizilien eine zentrale Lage im Mittelmeer (Messina ist von Gibraltar, Suez und Odessa fast gleich weit entfernt) inne, die der Insel eine beträchtliche Bedeutung verliehen hat und auch heute noch gibt und ausserdem grossen Einfluss auf die historischen Geschicke hatte. Aufgrund seiner dreieckigen Form wurde Sizilien von den Griechen TRINACRIA genannt, während die Römer es poetisch TRIQUETRA riefen.

Sizilien ist zum Grossteil bergig und hügelig und es weist eine Erhöhung mit regelrechten Bergketten entlang der tyrrhenischen Küste auf.

Seine wichtigsten Berge: Von Osten nach Westen folgen die Monti Peloritani (Montagna Grande, 1374 m.ü.M.) aufeinander; sie reichen von der Meerenge von Messina bis Portella Mandrazzi und bestehen aus archaischem Boden, Granit und kristallinischem Schiefer, zu denen sich Felsen - vorwiegend Kalkfels - gesellen. Auf die Peloritani folgen die Nebrodi (Monte Soro, 1847 m.ü.M.), die bis Portella dei Bifolchi reichen; sie werden zum grossen Teil von Sandstein und Kalkstein gebildet und zeigen abgerundete, zum Teil noch bewaldete Kämme und Buckel. Im Westen erheben sich die Erhöhungen der Madonie (Pizzo della Principessa, 1975 m.ü.M.), die vor allem aus mesozoischem Kalkstein bestehen und reich an Karsterscheinungen sind. Im Westen des Tals Valle del Torto lösen sich die Bergketten in isolierte Gruppen auf, die meistens ellipsenförmig und aus mesozoischem Kalkstein mit häufigen Rupturen sind und sich mit ihren unebenen Formen auf dem Tertiärboden - zum grossen Teil Sandstein oder lehmhaltig - erheben. Ebenso von Osten nach Westen folgen die Monti di Termini Imprese, die Monti di Palermo, die Erhöhungen von Corleone, die Monti di Cammarata (oder auch Monti Sicani) und die Monti del Trapanese aufeinander.

Der gleichen Gebietsstruktur gehören auch die Ägadischen Inseln an. Im Süden und im Osten der Faltungszone erstreckt sich bis zum Lauf der südlichen Imera und mit leichter Neigung in Richtung der Strasse von Sizilien (afrikanisches Mittelmeer) ein Hügelgebiet mit Buckeln, auf denen sich häufig Kalkstein- oder Kreidefelsspitzen erheben. Zwischen der südlichen Imera (auch Salso genannt), der Piana di Catania (Ebene von Catania), dem Fluss Caltagirone und dem Dirillo erstrecken sich die Monti Erei, auf denen die Wasserscheide zwischen dem Ionischen Meer und dem afrikanischen Mittelmeer verläuft. Ihre Morphologie wird belebt von der Gegenwart widerstandsfähigerer Felsen, die sich auf dem Mantel tertiärer Böden - zum grossen Teil aus Sandstein oder lehmhaltig - erheben.

Zwischen der Piana di Catania, dem Fluss Caltagirone, dem Dirillo und dem Meer erheben sich die Monti Iblei (Monte Lauro, 986 m.ü.M.), die zum Teil Reste eines alten vulkanischen Gebildes sind, das von einem von engen und eingeschnittenen, vor Ort cave (Gruben) genannten Tälern tief eingekerbten Kalksteinplateau umwickelt wird. Zwischen dem Alcantara und dem Simeto erhebt sich der Ätna (3242 m.ü.M.), einer der grössten Vulkane Europas, der seinen komplexen Kegel auf einer vorher bestehenden tertiären Erhebung gebaut hat. Das Gebiet um den Ätna bildet mit seinen morphologischen Merkmalen ein Gebiet mit besonderer Physiognomie. Von den spärlich vorhandenen Ebenen ist die weiteste die Piana di Catania, gefolgt von der Piana di Gela.

Drei Meere umspülen die Insel: das Tyrrhenische Meer mit buchtenreichen Küsten und einem breiten Küstenstreifen; das afrikanische Mittelmeer mit felsigen, oft hohen Küsten, die sich in der Strasse von Sizilien bis nach Trapani gliedern, während danach ein langer niedriger Abschnitt beginnt; das Ionische Meer, dessen Küsten vereint und geradlinig beginnen, danach zwischen Capo Sant'Alessio und Taormina hoch und felsig werden, bis hinter Riposto niedrig und sandig sind, um bis südlich von Catania wieder hoch und felsig zu werden.

Die geologische Beschaffenheit dieser Insel verursacht ein Klima, das sehr unterschiedlich ist zwischen den Küsten (dort, wo es mediterran ist) und dem Inneren, wo die Höhe und die Entfernung vom Meer besonders den Verlauf der Temperatur beeinflussen, mit strengen Wintern und heissen Sommern: eine Temperatur, die es erlaubt hat, die pflanzliche Landschaft mit landwirtschaftlichem Anbau zu charakterisieren.

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Geschichte (2)

Die ältesten Bewohner Siziliens waren die Sikelia, die von der Südspitze Italiens auf die Insel einwanderten. Die Aufzeichnung der Geschichte Siziliens begann mit der Gründung griechischer und phönizischer Siedlungsgebiete. Die erste griechische Siedlung, Naxos, wurde 735 v. Chr. gegründet, die späteste, Akragus (heute Agrigent genannt), etwa um 580 v. Chr. Akragus und Gela wurden schon frühzeitig zu dominierenden Zentren. Unter der Herrschaft von Phalaris war Akragus wahrscheinlich vorübergehend mächtigste Kolonie Siziliens. Gela unterwarf unter dem Tyrannen Gelon die meisten anderen griechischen Städte der Insel.

Die Karthager erreichten die Insel erstmals 536 v. Chr. und übten ihre Herrschaft vor allem im Westen der Insel aus. Die wichtigsten karthagischen Siedlungen waren Panormus (heute Palermo), Motya und Solois. In der Schlacht bei Himera (480 v. Chr.) wurde die karthagische Armee von Gelon vernichtend geschlagen und Hamilkar, der karthagische Führer, getötet. Die gelonische Dynastie brach 466 v. Chr. auseinander. 410 v. Chr. entflammte erneut ein Krieg zwischen den Karthagern und Griechen um den Besitz der Insel. Die Karthager siegten zwar, doch konnte ihr Eroberungsfeldzug unter der Führung des griechischen Tyrannen Dionysios I. (405-367 v. Chr.) unter Kontrolle gehalten werden. 241 v. Chr. wurde Sizilien mit Ausnahme des einstigen Territoriums von Dionysios I. während des 1. Punischen Krieges zur römischen Provinz. Der Rest der Insel wurde erst 212 v. Chr. römisch. Die wichtigsten Ereignisse in Sizilien während der Herrschaft der Römer waren die beiden Sklavenkriege (136-132 v. Chr. und 104-101 v. Chr.). Nach der Herrschaft der Wandalen unter Geiserich (440 n. Chr.) und der Übergabe der Insel an den Führer der Ostgoten, Theoderich, fiel Sizilien unter der Führung des Generals Belisar 535 an das Byzantinische Reich.

Ab 827 eroberten und beherrschten die Sarazenen Sizilien. 1061 begann die Eroberung Siziliens durch die Normannen unter Robert Guiscard und seinem Bruder Roger I. von Sizilien, die 1091 beendet wurde. 1127 wurde Roger II., Graf von Sizilien, als Herzog von Apulia und Calabria anerkannt, und 1130 nahm er den Titel König von Sizilien an.

Die beiden Sizilien

1194 schufen die Hohenstaufen, dessen neben Barbarossa berühmtestes Mitglied der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Friedrich II. war, einen modernen Verwaltungsstaat. Als Friedrich I. von Sizilien leitete jener einen hervorragenden Hof und erließ im Jahr 1231 die antifeudale Verfassung von Melfi mit einer zentralen Verwaltung Siziliens. Kurz nach seinem Tod (1250) brach die Herrschaft der Staufer zusammen. Mit päpstlicher Unterstützung übernahm Karl I., Graf von Anjou und Bruder des französischen Königs Ludwig IX., 1268 die Kontrolle über das Königreich. 1282 revoltierten die Bürger Palermos gegen seine Unterdrückungsherrschaft. Der Aufstand ist als Sizilianische Vesper bekannt. Neapel blieb zwar unter Kontrolle des Dynastengeschlechts Anjou, doch wurde Sizilien unabhängig und wählte den König von Aragonien, Peter III., der durch seine Heirat mit dem Hause Hohenstaufen verwandt war, zum König von Sizilien.

Ferdinand V. von Kastilien, der seit 1468 König von Sizilien war, ernannte sich 1504 selbst zum Herrscher des Königreiches Neapel. Die spanische Krone behielt beide Länder bis zum Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1713). Durch das Abkommen von Utrecht (1713) wurde Sizilien von Neapel getrennt und dem Herzog von Savoyen, Victor Amadeus II., anvertraut, der es sieben Jahre später im Austausch gegen die Insel Sardinien an Österreich abtrat.

1734 überfiel der Bourbone Don Carlos (später König von Spanien, Karl III.), Neapel und Sizilien und wurde 1735 gekrönt und durch das Wiener Abkommen als Karl IV., König der beiden Sizilien, anerkannt. Nach dem Frieden von Aix-la-Chapelle (1748) herrschte in Italien für fast 50 Jahre Ruhe, so dass sich Sizilien in den Bereichen Verwaltung, Wirtschaft und Bildungswesen weiterentwickeln konnte. Erst durch die Französische Revolution kamen neue Unruhen auf. Dem Bündnis gegen die französische Republik schloss sich auch Ferdinand I., der König der beiden Sizilien, an.

Die Napoleonischen Kriege

Im Dezember 1798 unternahmen die Neapolitaner den Versuch, die Franzosen aus dem Kirchenstaat zu vertreiben. Sie wurden zurückgedrängt, Neapel wurde eingenommen (im Januar 1799), und es entstand die Parthenopische Republik. Im gleichen Jahr wurde Ferdinand I. mit Unterstützung der britischen Flotte wieder eingesetzt. 1799 eroberte Napoleon Bonaparte das Königreich von Neapel und setzte seinen Bruder Joseph auf den Thron. Sizilien wurde weiterhin von Ferdinand regiert. 1808 wurde Joseph Bonaparte von Joachim Murat als König von Neapel abgelöst, und nach dem Sturz Murats im Jahr 1815 wurde Ferdinand erneut König von Neapel. Ende 1816 vereinigte Ferdinand die beiden Königreiche Neapel und Sizilien wieder zu dem Königreich beider Sizilien und kam seinen Reformversprechen nicht nach.

Königlicher Streit und die Vereinigung mit Italien

1820 fand in den neapolitanischen Herrschaftsgebieten ein militärischer Aufstand statt, um eine verfassungsrechtliche Regierung zu errichten, dem sich auch eine revolutionäre Gruppe namens Carbonari anschloss. Ferdinand stellte sich den Forderungen, obgleich er vorher mit Österreich überein gekommen war, keine konstitutionellen Zugeständnisse zu machen. Zur gleichen Zeit entstand auf Sizilien eine revolutionäre Unabhängigkeitsbewegung. 1821 beauftragte der Kongress der Großmächte in Laibach Österreich damit, Ferdinands absolute Macht wieder herzustellen. Ferdinand wurde 1825 von seinem Sohn Franz I. abgelöst, der wiederum von seinem Sohn, Ferdinand II., abgelöst wurde (1830). Nach 1843 fanden die republikanischen Theorien des italienischen Patrioten Giuseppe Mazzini einen starken Anklang in Süditalien. Anfang 1848 erhob sich Sizilien und zwang Ferdinand II., seinen Untertanen eine parlamentarische Verfassung zu gewähren. Diese befriedigte die Sizilianer jedoch nicht, und sie setzten Ferdinand ab. Unterstützt von reaktionären Kräften, bekämpfte Ferdinand in seinen neapolitanischen Gebieten erfolgreich die damals Italien erschütternde revolutionäre Bewegung. Im September 1848 drangen seine Streitkräfte in Sizilien ein. Im Mai 1849 kapitulierte Palermo, und die Revolution auf der Insel war beendet. Ferdinand übte Vergeltung an den Rebellen und wurde darin erst durch das Eingreifen der Briten gebremst. 1859 wurde Ferdinand II. von seinem Sohn, Franz II., abgelöst. 1860, nachdem Norditalien von der österreichischen Herrschaft befreit worden war, landete der italienische Nationalist Giuseppe Garibaldi mit 1 000 Freiwilligen auf Sizilien und gewann die Kontrolle über die Insel. Danach wurde Sizilien Teil des neuen Königreiches Italien (1861).

Die von den Piemontesen dominierte nationale Regierung hatte jedoch nur wenig Verständnis für den Süden. Bemühungen, die Macht zu zentralisieren, sowie eine drückende Steuerlast und Einberufungen verschärften den Unmut des Südens und führten in Palermo 1866 zu einem Aufstand, der aber scheiterte. Die Beziehungen zwischen dem Süden und dem Norden verbesserten sich auch nicht, als der aus Sizilien stammende Francesco Crispi die nationale Regierung von 1887 bis 1891 und von 1893 bis 1896 leitete. Die schweren Landarbeiterunruhen konnten nur mit Mühe unterdrückt werden, nachdem Crispi 1894 das Kriegsrecht auf Sizilien ausrief. Bis 1915, als Italien in den 1. Weltkrieg eintrat, waren die Beziehungen zwischen dem Norden und dem Süden von gegenseitigem Misstrauen geprägt.

Nach dem Krieg und der faschistischen Machtübernahme im Jahr 1922 versuchte Benito Mussolini, die Mafia mit polizeistaatlichen Mitteln zu bekämpfen. In der Nacht vom 9. zum 10. Juli 1943 landeten die Alliierten in Sizilien und eroberten die Insel innerhalb von 38 Tagen. Dieser Einsatz auf Sizilien führte zu Mussolinis Sturz und einige Wochen später zur Kapitulation der italienischen Regierung.

Die Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg

Unter der Verfassung von 1946 wurde Sizilien zu einer autonomen Region Italiens mit umfangreichen Selbstverwaltungsrechten. Ein Regionalrat aus Ratsmitgliedern und einem Präsidenten wird vom Volk gewählt.

Da die Industrie und Landwirtschaft nicht alle Arbeitskräfte beschäftigen können, erfolgt eine starke Abwanderung nach Norditalien und in andere europäische Länder. Nach dem 2. Weltkrieg erlebte Sizilien ein Wiedererstarken der Mafia, die inzwischen für das moderne Italien zu einem ernsthaften Problem geworden ist.

Autor: Renate Hirschberger, Dipl.-Geol. lebt als freie Autorin für Geowissenschaften,

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Dialetto

 La conformazione geografica di isola, ha certamente permesso al dialetto siciliano di mantenersi lontano da influenze di confine. Il risultato è una certa omogeneità dei dialetti

siciliani, che comunque si distinguono per alcuni tratti fondamentali.

Data la lunga e tortuosa storia della Sicilia, è difficile distinguere tutte le influenze linguistiche subite dalle diverse aree dell'isola, che comunque si può dividere in parte orientale e occidentale.

L'influenza latina nell'isola è stata molto forte, anche se piuttosto lenta e contrastata dalle lotte tra Roma e Cartagine. Lo strato della popolazione che aveva acquisito il latino, comunque, non lo perse mai, neanche con le dominazioni greche ed arabe, ma anzi lo rafforzò con diverse ondate di colonizzazione culturale.

E' così possibile rintracciare, nel siciliano, due diverse ondate di influenza latina. Una più arcaica, basata sul sistema fonetico latino, con le vocali finali pronunciate sempre in maniera chiara (non come negli altri dialetti italiani meridionali), ed una più influenzata da correnti bizantine in cui si distinguono tre nuovi caratteri. Si afferma la metafonia (cambio vocalico), tra Ragusa, Enna e Caltanissetta, per cui le vocali cambiano sotto l'influenza della "u" finale, come in "muortu" diverso dal femminile "morta", e "fierru" al plurale "ferra"; i gruppi consonantici "nd" e "mb" si assimilano in "nn" e "mm", "quannu" per "quando", ma questa innovazione non raggiunge Messina né Catania; e per ultimo, la "d" intervocalica diviene "r", come in "cririri", per "credere", o in "deci" per "dieci", questo elemento si è affermato soprattutto in provincia di Catania.

Anche la dominazione normanna ha lasciato il suo segno, contaminando il siciliano con alcuni elementi gallo-italici. Le tracce di quest'influenza si trovano nelle parole "badagghiari", sbadigliare; "vozzu" per "gozzo"; "dumani" per domani; comuni al siciliano e al toscano e completamente diverse dai corrispettivi calabresi.

Ma le compelsse vicende storiche della regione hanno lasciato tracce anche nel lessico siciliano, in cui è possibile trovare anche parole spagnole, come "criata" per serva; parole orientali, come "sceccu" per asino; francesismi, come "custurieri" per sarto, "racina" per una (fr. raisin).

Il siciliano si distingue quindi per molto vocaboli dalle altre lingue meridionali, ricodiamo, oltre agli esempi già citati, anche "animulu" per arcolaio; "tastari" per assaggiare; "scannari" per ammazzare; "sciaurari" per odorare. E ancora "picca" per poco; "cozzu" per poggio; "agnuni" per cantuccio; "crastu" per montone, etc…

Tra i vocaboli condivisi con la Calabria, troviamo invece "scurzuni" per serpe; "cattibo e cattiva" per vedovo e vedova; "lemmo" per catino.

I dialetti siciliani si possono quindi dividere in tre zone: siciliano occidentale, diviso tra area palermitana, trapanese e agrigentina; siciliano centrale, diviso tra le aree nisseno-ennese, agrigentina orientale e delle Madonie; e siciliano orientale, diviso in area siracusano-catanese, nord orientale, messinese e sud orientale.

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Montalbano in cucina

La Sicilia, le passioni, l’ironia, la cucina. Tutti elementi presenti nel mondo di Montalbano e del suo autore, a disegnare una nuova trama delle emozioni in quell’isola metafora del mondo come la definì una volta Leonardo Sciascia.

La passione per la cucina in Montalbano, ad esempio, è espressione della storia e della cultura siciliana, nella quale il cibo acquista una valenza affettiva molto forte, sinonimo di privazioni storiche ma anche materializzazione dell’amore, nella fattispecie materno, che nel cibo trova il suo prolungamento. Montalbano è spesso da solo, lontano dagli affetti, da Livia, la sua eterna donna genovese, vissuta quasi come una speranza, nella distanza, di una ricomposizione con le cose, con il mondo, con sé stesso.

Cibo come legame alla vita, ad una terra, ad una cultura, espressione di una affettività che trova nella visceralità della ingestione del cibo il proprio rituale di continuità, forse con la memoria o con il semplice piacere di gustare la vita in un sol boccone. In tutti i libri in cui è protagonista Montalbano, la cucina, siciliana, acquista un ruolo rilevante (grazie anche ai due personaggi Adelina, la cameriera, e Calogero, proprietario della trattoria omonima), perché il commissario è un buongustaio, ma anche perchè solo. Affettività, spesso convivialità, passionalità, comunicazione.

Riassaporiamo alcuni significativi passaggi tratti da alcuni libri di Camilleri, proponendovi nello stesso tempo una piccola raccolta di ricette di cucina siciliana.

Dal Cane di terracotta: "...nel forno troneggiava una teglia con quattro porzioni di pasta 'ncasciata, piatto degno dell’ Olimpo, se ne mangiò due porzioni" (pag.120); "...Montalbano trovò pronto in frigo il sugo di seppie, stretto e nero, come piaceva a lui. C'era o no sospetto d’origano ? L'odorò a lungo, prima di metterlo a scaldare..." (pag. 143), "Che mi hai accattato? Ci faccio la pasta con le sardi e pi secunnu purpi alla carrettiera" (pag. 234).

Da La gita a Tindari: "Appena aperto il frigorifero, la vide. La caponatina ! Sciavuròsa, colorita, abbondante, riempiva un piatto funnùto, una porzione per almeno quattro pirsone. Erano mesi che la cammarera Adelina non gliela faceva trovare. Il pane, nel sacco di plastica, era fresco, accattato nella matinata. Naturali, spontanee, gli acchianarono in bocca le note della marcia trionfale dell’Aida. Canticchiandole, raprì la porta-finestra doppo avere addrumato la luce della verandina. Sì, la notte era frisca, ma avrebbe consentito la mangiata all’aperto. Conzò il tavolinetto, portò fora il piatto, il vino, il pane e s'assittò." (pag. 219).

Da Il ladro di merendine: "Perché non resta a mangiare con me ? Montalbano si sentì impallidire lo stomaco. La signora Clementina era buona e cara, ma doveva nutrirsi a semolino e a patate bollite. Veramente avrei tanto da... Pina, la cammarera, è un’ottima cuoca, mi creda. Oggi ha preparato pasta alla Norma , sa, quella con le milinzane fritte e la ricotta salata. Gesù ! Fece Montalbano assettandosi. E per secondo uno stracotto. Gesù ! Ripetè Montalbano." (pag. 62)

Da Gli arancini di Montalbano: "Gesù, gli arancini di Adelina ! Li aveva assaggiati solo una volta: un ricordo che sicuramente gli era trasùto nel Dna, nel patrimonio genetico. Adelina ci metteva due jornate sane sane a pripararli. Ne sapeva, a memoria, la ricetta: Il giorno avanti si fa un aggrassato di vitellone e di maiale in parti uguali che deve còciri a foco lentissimo per ore e ore con cipolla, pummadoro, sedano, prezzemolo e basilico. Il giorno appresso si prìpara un risotto, quello che chiamano alla milanisa (senza zaffirano, pi carità !), lo si versa sopra a una tavola, ci si impastano le ova e lo si fa rifriddàre. Intanto si còcino i pisellini, si fa una besciamella, si riducono a pezzettini gna poco di fette di salame e si fa tutta una composta con la carne aggrassata, triturata a mano con la mezzaluna (nenti frullatore, pì carità di Dio !). Il suco della carne s'ammisca col risotto. A questo punto si piglia tanticchia di risotto, s'assistema nel palmo d'una mano fatta a conca, ci si mette dentro quanto un cucchiaio di composta e si copre con dell'altro riso a formare una bella palla. Ogni palla la si fa rotolare nella farina, poi si passa nel bianco d'ovo e nel pane grattato. Doppo, tutti gli arancini s'infilano in una padeddra d'oglio bollente e si fanno friggere fino a quando pigliano un colore d'oro vecchio. Si lasciano scolare sulla carta e alla fine, ringraziannu u Signiruzzu, si mangiano !" (pag. 329).

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TRINACRIA
Das uralte Symbol für eine der faszinierernsten Inseln Europas: Sizilien. Das Symbol besteht aus drei Beinen, die die Kontur von Sizilien darstellen könnten, in der Mitte ein Frauengesicht, das oft von einem Strahlenkranz, Flügel oder Schlangen umgeben ist. Über die Herkunft des Trinakria oder Tripoid, zu Deutsch Dreibein, gibt es viele Theorien: Einige besagen, es würde von Ureinwohnern Siziliens stammen, die gemäss einigen Quellen sogar Wurzeln im mysteriöse Atlantis hätten. Andere verweisen auf die Vikinger oder auf eine religiöse, orientalische Herkunft, verbunden mit dem Gott Baal. Nach dieser Theorie soll das Symbol mit den Phönizier oder den Griechen nach Sizilien gekommen sein. So weideten gemäss dem Epos Odysseus des griechischen Dichter Homer die Rinder des Sonnengottes Helios auf Sizilien, das zu dieser Zeit bereits Trinakria genannt wurde. Wieder andere meinen, es sei das Symbol für die Sonne selbst, wobei die Beine die Sonnenbahn darstellen. Das Frauengesicht und andere Gegen stände würden die vom Licht gespendete Fruchtbarkeit symbolisieren. Die Kombination von Frauengesicht und Schlangen gibt natürlich auch eine Verbindung zu die Gorgone Medusa.

Die Trinakria oder ähnliche Symbole wurden von mehreren Seevölkern benutzt, u.a. wurde es als Inschrift, auf Münzen oder in Familienwappen in Skandinavien, Polen, auf der Atlantikinsel Man, in Irland, Frankreich, Spanien, auf Kreta, Rhodos und in Mazedonien gefunden. Oft konnte eine Verbindung zu Sizilien hergestellt werden, z.B. über die Normannen, die vor dem Mittelalter Teile von Sizilien besetzten.

Quelle: Trinakria.com

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